Über 200 Jahre Orgelbautradition in Stadtilm/Thür.

Die Orgelbautradition in Stadtilm besteht seit mehreren Jahrhunderten. Bereits 1625 baute Petrus Kramer eine Orgel die sich 1885 noch in der Cruciskirche in Sondershausen befand. Der Orgelbauer Salfelder baute 1819 in Hohenfelden und 1820 in Windischholzhausen größere Orgelwerke, die heute noch erhalten sind.
J. Benjamin Witzmann wurde 1809 Bürger in Stadtilm und erhielt den Titel „herzoglich-gothaischer konzessionierter Orgelbauer“ in Stadtilm, seine Söhne Karl-August und Heinrich Louis Witzmann lernten bei Friedrich Schulze in Milbitz bzw. Paulinzella. Karl-August eröffnete gegen 1835 die verwaiste Werkstatt seines Vaters wieder und baute in der Folgezeit mittelgroße, meist zweimanualige Orgelwerke im südlichen Thüringer Becken.
1866 kam der aus Grebenau/Hessen stammende Orgelbauer Adam Eifert auf seiner Wanderschaft nach Stadtilm.
1867 heiratete er Witzmann's Tochter und stieg zum Werkstattmeister auf.
1871 etablierte er sich auf eigene Rechnung, erbaute seine eigene Werkstatt in der Bahnhofstraße 11, wo sie sich bis zum heutigen Tage noch befindet.
Bis 1907 wurden 141 neue Orgeln erbaut.
Ab 1907 führte sein Neffe Joh. Eifert die Werkstatt bis 1936 weiter und lieferte weitere 42 neue Orgeln.
1936 übernahm der Mitarbeiter Otto Schäfer und baute noch zwei kleinere Orgeln.
1946 übernahm Lothar Heinze aus Sorau/ Oberlausitz die Werkstatt und baute weitere19 neue Orgeln.
Seit 1967 führte OBM Karl Heinz Schönefeld als Nachfolger die Orgelbautradition in Stadtilm fort, unter seiner Leitung wurden 82 neue Orgel erbaut.
Im Jahre 2003 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Dirk Schönefeld, der seitdem die Stadtilmer Orgelbautradition fortsetzt.
Neben den Bau neuer mechanischer Orgeln wurden in den letzten Jahrzehnten viele historische Orgeln verschiedener mechanischer sowie pneumatischer Systeme restauriert und instandgesetzt.
Für die gute Qualität unsere Arbeit beschäftigen wir ein Team erfahrener Orgelbauer und Tischler. So wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Lehrlinge ausgebildet wovon sich einige
zum Orgelbaumeister qualifizierten und so die hohe Qualität des Thüringer Orgelbautradition fortführen.
Durch die lange Tradition unserer Firma können wir heute noch auf Werkzeuge und Unterlagen unsere Vorgänger zurückgreifen. Dies ist ein wichtiger Grundstein für einen verantwortlichen Umgang mit den zahlreich vorhandenen Orgeln unserer Vorgänger.
Zur Zeit wird die 1830 erbaute Orgel von Friedrich Schulze aus Paulinzella in GräfinauAngstedt umfassend restauriert.
Die Orgelbaufirma Schulze aus Paulinzella gehörte zu ihrer Zeit zu den bekanntesten Firmen in Europa und lieferte ihre Instrumente weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Neubau 1996 Siemerode/Eichsfeld
Georgi-Orgel 1/12 in Herschdorf von 1804, restauriert 2004
Truhenorgel 4 Register mit Transponiereinrichtung zerlegbar in 2 Teile
Eifert-Orgel II/26 in Niederzimmern von 1901, restauriert 2003

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